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Bundesregierung: Pressefreiheit ist ein wichtiger Pfeiler der Demokratie

Journalismus muss enthüllen, kritisieren und konfrontieren

Berlin (Berichte verschiedener Medien). Am internationalen Tag der Pressefreiheit haben Bundesregierung, EU und Journalistenverbände die Bedeutung unabhängiger Medien hervorgehoben. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini würdigte die freie Presse als einen «Pfeiler der Demokratie». "Die Pressefreiheit nutzt sich nur ab, wenn man sie nicht nutzt", heißt das Motto der französischen Wochenzeitung Le Canard enchaîné. Der Journalismus in Europa hat also keine Zeit für ein Sabbatical, er muss enthüllen, kritisieren und Populisten aller Art unermüdlich mit deren Schamlosigkeiten konfrontieren.

 

Auch Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat anlässlich des Welttags der Pressefreiheit zu einem besseren Schutz von Journalisten aufgerufen. "Eine freie, unabhängige und vielfältige Presselandschaft ist Voraussetzung für jede funktionierende Demokratie", sagte Maas während seines Besuchs in Mexiko. "Die Pressefreiheit zu schützen ist eine unserer wichtigsten Aufgaben – in unserem eigenen Land und international."

 

Die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer sagte in Berlin, es brauche Journalisten, die die Regierung kritisch hinterfragten. Mogherini erklärte, freie, vielfältige und unabhängige Medien gehörten zu den Fundamenten einer pluralistischen und offenen Gesellschaft. Investigativer Journalismus erfülle eine notwendige Rolle als Wachhund der Gesellschaft, um Regierungen und Institutionen zur Rechenschaft zu ziehen. Es gebe allerdings mehr und mehr Versuche, den Raum für freie Medien einzuschränken. Unabhängiger und freier Journalismus sei wichtig. „Das ist es, was unsere offene Gesellschaft stark macht“, sagte die Regierungssprecherin, die zugleich einräumte, es sei „nicht immer einfach“, sich von Journalisten „grillen“ zu lassen.