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Zweiter Bürgerentscheid: Emden stimmt pro Zentralklink

Aktionsbündnis und GfE tief enttäuscht: Schmusefilmchen und Drohungen haben gewirkt

Emden. Die Würfel sind gefallen. Der Bürgerentscheid ist zugunsten der Zentralklinik entschieden worden. Um 21:28 Uhr nach Auszählung aller 44 Wahlbezirke steht es mit rund 54,75 zu 45,25 Prozent zugunsten der Zentralklinik. Die Wahlbeteiligung liegt bei 57,36 Prozent. Der Stimmenunterschied betrug absolut 2187 Stimmen. 

 

GfE-Chef Jochen Eichhorn stellt zur Halbzeit der Auszählung fest: "Heute ist einer der schwärzesten Tage Emdens. Der erste Sargnagel zur Aufgabe der Kreisfreiheit wurde eingeschlagen. Ich sehe große finanzielle Probleme auf die Stadt zukommen. Eine wichtige Aufgabe wird sein, den Konsortialvertrag zugunsten Emdens zu verbessern. Es kann nicht sein, dass wir 23 Prozent der Bürger haben und 50 Prozent der Zeche bezahlen." Alfred Schmidt, Mit-Initiator des Aktionsbündnis, sagt: "Wir müssen das Ergebnis akzeptieren."

 

Oberbürgermeister Bornemann teilt mit: "Wir sind erleichtert, dass der Bürgerentscheid positiv für die Zentralklinik ausgegangen ist. Wir werden in Zukunft alles daran setzen, auch die Menschen mitzunehmen, die dagegen gestimmt haben."