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Aufsichtsrat: Zentralklinik soll 2027/28 in Betrieb gehen

Emden/Landkreis Aurich (LB). Die aktuelle Situation in den Kliniken, die Entwicklung der drei Standorte bis zur Inbetriebnahme der Zentralklinik sowie die Planungen zur Zentralklinik waren Themen In der gestrigen Sitzung des Aufsichtsrates der Trägergesellschaft Kliniken Aurich-Emden-Norden, die im Seminarhotel in Aurich stattfand. Dies berichtet die Trägergesellschaft in einer Presseinformation.

 

Verabschiedet hat der Aufsichtsrat gestern einen ersten groben Zeitplan für die Zentralklinik. Danach wird im kommenden Jahr der europaweite Architektenwettbewerb gestartet, der bis zum Jahresende abgeschlossen sein soll. Darauf aufbauend werden dann die Unterlagen für einen Förderantrag bearbeitet, der 2022 beim Land Niedersachsen vorliegen muss, um die Fördermöglichkeit aus dem Strukturfonds II des Bundes ausschöpfen zu können. Parallel werden derzeit in enger Abstimmung mit dem Landkreis Aurich und der Gemeinde Südbrookmerland alle raumordnerischen und bauplanerischen Fragestellungen bearbeitet. Wenn sich dieser Zeitplan so umsetzen ließe, wäre eine Inbetriebnahme des Zentralklinikums 2027/2028 möglich. 

 

Der Aufsichtsrat vertrat die Auffassung, dass eine konkrete Angabe der Kosten zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich sei. Hierzu müssen zunächst die Ergebnisse des Architektenwettbewerbs und der anschließenden Vorentwurfsplanung abgewartet werden.

 

Gleichzeitig arbeitet ein Perspektivteam – bestehend aus Mitarbeitern der drei Kliniken – unter der Federführung der Geschäftsführung an einem Konzept für die drei Klinikstandorte bis zur Inbetriebnahme der geplanten Zentralklinik. Dabei werden verschiedene Schwerpunktbildungen genauso in den Blick genommen und auf Umsetzbarkeit geprüft wie die Schaffung von neuen Angeboten. 

 

Rund 35.000 Patienten wurden bis Ende November in den drei Kliniken in Aurich, Emden und Norden versorgt. Damit ist das Vertrauen der Bevölkerung in die Kliniken weiterhin hoch und liegt insgesamt auf Vorjahresniveau. Dabei sind die Fallzahlen in Aurich gegenüber dem Vorjahr nochmals gestiegen, in Emden und Norden sind sie leicht gesunken. Rückläufig ist die Vergütung für diese Vielzahl der Fälle, weil die Fallschwere, an der sich die Vergütung bemisst, nicht das Vorjahresniveau erreicht. Dies ist eine Ursache, warum das Defizit in Emden, wie bereits berichtet, höher ausfällt, als im Wirtschaftsplan angenommen. Ein weiterer Grund liegt in den sehr hohen Kosten für Honorarärzte, die notwendig wurden, weil Arbeitsplätze nicht mit Festanstellungen besetzt werden konnten. Gleichzeitig sind die Kosten für die Personalsuche stark angestiegen. Auch dadurch konnten einige vakante Stellen inzwischen besetzt werden. Die Personalabteilungen arbeiten mit Hochdruck daran, die jetzt noch offenen Positionen im ärztlichen Dienst zu besetzen.