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Interview Frankfurter Rundschau / Hontschik: „Bevölkerung immer wieder in die Irre geführt“

Ein Beitrag aus der Reihe „Audiatur et altera pars - Gehört werde die andere Seite“

Deutschland/Europa. Mit dem  15. Juni rückt Europa wieder etwas enger zusammen: Reisebeschränkungen entfallen weitgehend, weitere Lockerungen der Corona-Regeln stehen an.

 

Im Blick zurück haben die Handlungsweisen  der europäischen Regierungen von Shutdown bis Maskenpflicht auch ihre Kritiker gefunden, Wissenschaftler verschiedenster Provenienz äußern sich klar und deutlich  zu Sinn und Unsinn diverser Corona-Regeln.

 

Werden sie auch gehört?  In der Corona-Zeit sind  kritische Stimmen nicht gerne gesehen. Zumindest kann man diesen Eindruck nicht ganz von der Hand weisen, wenn man verfolgt, mit wieviel Vehemenz sich einige Medien und Politiker darum bemühen, Menschen mit „anderen“ Ansichten zu diskreditieren. Es wäre in der Tat natürlich  fatal, sollten Politiker oder Berater durch wahre Kritik Fehler zugeben müssen.

 

Der alte römische Grundsatz der Römer, der auch für Journalisten einmal maßgeblich war, findet heute allzu seltren statt: Audiatur et altera pars. Gehört werde die andere Seite!

 

Der Journalist Stephan Hebel ist einer derjenigen, die auch „andere“ Perspektiven auf die Corona-Situation publizieren. 

 

Die Frankfurter Rundschau veröffentliche kürzlich ein Interview, das Hebel mit dem Arzt und Autor Bernd Hontschik führte. Darin erhebt Hontschik schwere Vorwürfe gegen Jens Spahn: „Bevölkerung immer wieder in die Irre geführt“.

 

Das Gespräch mit Hontschík behandelt aus dessen Sicht die Fehler der Politik, die Lehren aus der Corona-Pandemie und alternative Modelle der Daseinsvorsorge.

 

Hier eine kurze Kostprobe aus dem lesenswerten Interview:

 

„...Ökonomen haben das Kommando übernommen und die Medizin immer mehr an den Rand gedrängt. Sie ist bald nur noch Mittel zum Zweck...Das Sozialsystem Gesundheitswesen verkommt zu einer Gesundheitswirtschaft. Dividenden werden aus den Krankenkassenbeiträgen der Solidargemeinschaft generiert. Das muss aufhören...Man verkauft ja auch nicht die Feuerwehr an Investoren und schaut dann zu, wie Stellen gestrichen werden, weil es länger nicht gebrannt hat...“

 

Das Interview in voller Länge gibt es hier.