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Mediziner: Kinder hängen zuviel vorm Bildschirm ab

Leverkusen. Mediziner sind sich einig: Kinder verbringen zu viel Zeit vor dem Bildschirm. Ihr Fazit: Viele Eltern verharmlosen den Medienkonsum ihrer Kinder. Sie werden zudem ihrer Vorbildfunktion nicht gerecht, da sie selbst ihr Smartphone zu oft zücken. Das belegt die Studie „Smart Aufwachsen?“ der pronova BKK, in der Kinderärzte zu ihren Erfahrungen befragt wurden. Um Eltern im Umgang mit Smartphone und Co. zu unterstützen, bietet die pronova BKK allen Interessierten zum Start des neuen Schuljahres eine medienpädagogische Beratung an.

 

Auf einer neuen Service-Website der pronova BKK finden Eltern Tipps und Hinweise zum Umgang mit Medien. Für die fachliche Begleitung wurde der Medienpädagoge Björn Friedrich gewonnen. Er gibt fundierte Tipps zum Umgang mit Smartphone, Tablet und Co. Wie wichtig das für Eltern ist, belegt die im Herbst 2019 durchgeführte Befragung „Smart Aufwachsen?“ der pronova BKK zum Medienkonsum bei Kindern und Jugendlichen. Die Studienergebnisse sind eindeutig: 98 Prozent der Kinderärzte sind der Ansicht, dass Kinder und Jugendliche zu viel Zeit vor dem Bildschirm verbringen. Die Corona-Krise hat das bestehende Problem nochmals verstärkt. Denn dass der Medienkonsum in Zeiten von Quarantäne und Homeschooling zugenommen hat, ist erwiesen.

 

Gleichwohl meinen mehr als acht von zehn Pädiatern, dass Erwachsene Kindern und Jugendlichen den Zugang zu den neuen Medien ermöglichen müssen. Alles andere wäre weltfremd und auch nicht zeitgemäß. Dies bestätigt auch Friedrich für die pronova BKK: „Digitale Medien sind nicht per se Teufelszeug, sondern Teil der Zukunft unserer Kinder. Es gibt eine große Zahl an tollen, altersentsprechenden Angeboten für Kinder und Jugendliche wie beispielsweise Apps oder Lernprogramme. Das A und O ist die richtige Begleitung. Lassen Sie Ihr Kind nicht allein, bleiben Sie im Austausch und stecken Sie mit Ihrem Kind einen individuellen Rahmen für die Mediennutzung ab.“ Friedrich rät, das Gerät nachts aus dem  Kinderzimmer zu holen und es z. B. zwischen 20 und 7 Uhr unter elterlicher Aufsicht zu haben.

 

Spaß zu haben, gehört auch immer dazu: Hier geht es zu einem Whatsapp-Quiz  für  den Nachwuchs, dass  Björn Friedrich entwickelt hat. WHATSAPP-QUIZ

 

Über Björn Friedrich

 

Björn Friedrich arbeitet als Medienpädagoge in München und 

konzentriert sich auf die Schwerpunkte Social Media, mobile 

Anwendungen und Games. Er hat diverse Elternratgeber veröffentlicht, 

zuletzt die Lektüre "Das Elternbuch zu WhatsApp, YouTube, Instagram &

 

Co."(O'Reilly Verlag, Köln).