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Robbies für den Rasen - robust, hilfreich und gut

Rasenrobbies - robust, hilfreich und gut. Wer nicht wöchentlich seinen Rasenmäher über das Grün quälen möchte, lässt einfach seinen Robby laufen. (Foto: Gardena)

 

Die Erfahrungen - auch die eigenen - sind ausgesprochen gut: Der Rasenroboter marschiert ohne zu murren in endlosen Schleifen und hält den Rasen auf der gewünschten Länge - meist sind Einstellungen zwischen 20 und 60 mm Schnittlänge möglich. Der Rasenschnitt bleibt liegen, alles ist gut. Regelmäßig sucht der Rasenrobot seine Ladestation auf, einige mit Regenschutz überdacht, andere ohne.

 

Einmal die Woche sollte man die Unterseite und die Räder samt Achsen mit einem Handbesen säubern, insbesondere bei feuchtem Schnitt.

 

Klar - vor den Genuss hat der liebe Gott etwas Arbeit und Schweiss gesetzt. Es müssen Begrenzungskabel gespannt werden, damit der Robby weiß, wo seine Areal verläuft. Einige graben das Kabel ein. Praxistipp: Nach unserer Erfahrung reicht es völlig aus, an den jeweiligen Eckpunkten 240er 8mm Spaxtellerschrauben in den Rasen zu schrauben, Kabel dazwischen auf Grasnarbenhöhe straff zu spannen und dann die Schrauben ebenfalls bis auf die Narbe runterzuschrauben. Das Kabel „arbeitet“ sich quasi selbst in den Boden: Es wird schlicht von der Grasnarbe überwachsen. 

 

Für Camper ist so ein Robby die fast perfekte Garten-Lösung. Zumindest wir haben jemanden, der regelmäßig nach Haus und Garten sieht und der den Roboter dann auch eben kurz checkt.

Achtung IGEL! Nicht in der Dämmerung und nachts mähen

Mähroboter nehmen keine Rücksicht auf Igel. Deshalb bitte NIEMALS in der Dämmerung oder nachts den Robby laufen lassen. Sie massakrieren Igel, die für jeden Garten eine Bereicherung darstellen, da sie Schädlinge fressen.

 

Eine Tierarzthelferin berichtet:

 

„Ich bin es so leid. 

...Wieder einer. Die gleichen typischen Verletzungen. Der aufgesäbelte Kopf, das abgeschnittene Bein. Ich weiß nicht, was ich noch tun kann.

 

Ich wünschte, meine Wut würde sich ihren Weg durch meine Kehle bahnen und so laut nach draußen dringen, dass jeder in einem Kilometer Umkreis meine Stimme hört: "LASST EURE RASENROBOTER NICHT NACHTS UND NICHT IN DER DÄMMERUNG LAUFEN!!!"

 

Als hätten die Igel nicht auch ohne den Mähroboter genug Probleme. Die Dürre der letzten 3 Jahre hat viele verdursten lassen. Die milden Winter lassen sie mehrmals aus dem Winterschlaf hoch schrecken und lebenswichtige Kraftreserven verbrauchen. Viele verhungern bis zum Frühling.

 

Der Insektenschwund zwingt sie, statt Käfern und Spinnen vermehrt Schnecken zu fressen, über die sie sich mit dem Lungenwurm infizieren, woran sie ohne rechtzeitige menschliche Hilfe qualvoll ersticken.

 

Immer mehr "aufgeräumte" Gärten bieten ihnen weder Nahrung noch Unterschlupf, so dass sie immer weitere Wege zurück legen müssen und immer öfter von Autos erfasst und getötet werden. Und jetzt kommt auch noch der angeblich wildtiersichere Mähroboter hinzu und schlitzt sie Einen nach dem Anderen auf.

 

Ich bin als Tierarzthelferin den Anblick schlimmer Verletzungen gewohnt, aber ich sitze hier und weine vor Mitgefühl und vor Wut, weil das SO unnötig ist, weil das SO einfach verhindert werden könnte, wenn allen Mähroboterbesitzern bewusst wäre, was sie anrichten, wenn sie das Gerät in der Nacht oder in der Dämmerung laufen lassen.

 

Aber es ist ihnen nicht klar...

 

Ich habe meinen ganzen Garten darauf ausgerichtet, dass Igel, Vögel und Amphibien bei mir ein Refugium vorfinden. Ich kratze mein weniges Geld zusammen, um den Igeln jeden Abend genügend Futter zur Verfügung zu stellen, weil selbst der beste Naturgarten nur bedingt ausgleichen kann, dass 75% der Insekten in Deutschland ausgerottet sind. Wir haben den Wildtieten diese Notlage durch unseren rücksichtslosen Lebensstil eingebrockt, deshalb fühle ich mich in der Verantwortung zu helfen, und ich tue es gerne. 

 

Aber zu sehen, wie ein Igel nach dem Anderen amputiert und aufgeschlitzt von seinen nächtlichen Wanderungen zurück kommt, das bricht mir das Herz vor Hilflosigkeit.“ (Judith Damen)